Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am So Aug 31, 2014 12:53 pm

Lange habe ich mich nicht gemeldet, denn hinter uns liegt eine harte Zeit! Offenbar durch den anaphylaktischen Schock ausgelöst, hat Dorle auf dem einen Auge jetzt komplett die Sehfähigkeit verloren und dadurch ihr räumliches Empfinden. Sie ist erst mal gar nicht mehr gelaufen, ständig umgefallen und war kreuzunglücklich. Einige Blutwerte gaben leider auch mal wieder Anlass zur Sorge. 

Aber es wäre ja nicht unser Schräubchen, wenn sie nicht alles daransetzte, wieder auf die Beinchen zu kommen. Und mittlerweile läuft sie tatsächlich wieder, wenn sie sich gut auskennt. In bekannten Wiesen, die auch endlich abgemäht wurden, und am Wannseestrand flitzt sie wie eine kleine Rakete, wenn ich zum Leckerlifassen rufe.

Hier ist ein Foto am Strand. 







Der Vorfall mit dem anaphylaktischen Schock ereignete sich übrigens jenseits des Steges. Dort kann man eigentlich viel netter sitzen, aber da sich dort nach wie vor kleine schwarz-gelbe Flugtiere tummeln, meide ich die kleinen Buchten. Auch Teddy ist, eine Woche nach Dorle gestochen worden und kurz zusammengeklappt. Aber bis ich in einer Notfallpraxis war (natürlich Freitagabend, während eines Weltmeisterspieles), hatte er sich schon wieder erholt. Vorsichtshalber habe ich jetzt immer hochdosiertes Kortison dabei, für Notfälle...

Liebe Grüsse aus Berlin!

Susanne J.

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Bilder aus dem vergangenen Sommer

Beitrag  Gitta S. am Mo Nov 03, 2014 12:00 pm



Dorle ist, wie man sieht, mittlerweile manchmal etwas verpeilt und findet auch mitunter vor dem Einschlafen den Weg nicht ganz ins Körbchen. Das ist übrigens gar nicht ihre Schüssel. Sie hat bei Soraya eine gründliche Nachsuche gemacht...



Diesen Wagen haben wir zur Probe, da das liebe, arme rumänische Dreibeinchen Rey, dem er gehörte, leider gerade mit nur sieben Jahren eingeschläfert werden musste. Dorle saß ganz gemütlich im Gefährt. Die Frage ist bei ihr immer nur: wie lange ?!?!? Ich wäre so froh, wenn ich sie bei schlechtem Wetter warm eingepackt mitnehmen könnte. Der nächste Winter kommt bestimmt.....



An unserem Lieblingsstrand



Ist das nicht ein unglaubliches Foto? An einem der heißesten Tage des vergangenen Sommers, den wir am Wasser verbrachten, inmitten einer großen Hundeschar der Hundetagesstätte "Dogsfun" ging sogar das Schräubchen baden. Es ist für mich immer wieder ein unfassbares Wunder, wie dieses kleine Hundemädchen jeden kleinen Fitzel vom Leben mitnimmt. Ich bewundere sie dafür so sehr. I love you


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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Gitta S. am Mo Jan 19, 2015 1:15 pm

Liebe Spender, vielen vielen Dank für alle Kostbarkeiten, die hier schon angekommen sind! Besonders das Feuchtfutter von Wolfsblut (Grey Peak) verträgt Dorle sehr gut. Das Trockenfutter von Wolfsblut (Wide Plain) bekommt sie ja schon eine ganze Zeit lang neben dem Barfen, und damit sind wir sehr glücklich. Das können auch kleine alte Zwergenzähnchen noch knacken. Dass es in der gleichen Zusammensetzung auch die gespendeten Hundekuchen gibt, war eine schöne und dankbar inhalierte Überraschung.
Der niedliche Pullover läßt sich sehr gut anziehen. Ich war erst skeptisch wegen des Rollkragens, aber Dorle findet ihn erstaunlicherweise nicht schlimm und trägt die neue Kollektion ladylike wie immer.

Das Fotoshooting war leider, wie immer, eine Katastrophe. Die Kleinen sitzen einfach ungerne lange zusammen still. Mehr war nicht herauszuholen.

Nochmal vielen Dank und viele Grüße vom Chaosquartett aus Berlin






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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am Di Feb 03, 2015 1:55 pm











Dorle vom Kirschbaum, Yorkshire-Terrier in Blue and Tan
Geboren am 7.3.1998 in Oberpöring. Gestorben am 30.1.2015 in Berlin-Nikolassee.
Dauerpflegehund beim Omihunde-Netzwerk seit dem 8.6.2011





Ihr Lieben,


Heute muss ich das schwerste Kapitel dieses kleinen Tagebuches schreiben, denn unser geliebtes Schräubchen lebt nicht mehr. Ich musste sie vergangenen Freitagmorgen gehen lassen.

Bis vor wenigen Wochen war alles in Ordnung. Dorle lief alle grossen Spaziergänge mit. Jeden Tag, bei jedem Wetter, warm und wetterfest eingekleidet. In ihrem Tempo, aber über Stock und Stein, bergauf, bergab. Am liebsten am Strand, wo sie noch kleine Sprints hinlegte. Sie frass wie ein kleiner Löwe, am liebsten frisch gekochtes Hirschfleisch mit Kartoffelbrei und Zucchini und liebte ihre Leckerli.

Da sie mittlerweile sehr schlecht sah, orientierte sie sich komplett an meiner Stimme. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, bei denen ich sie aus dem Unterholz pflücken, am Strand wieder einfangen musste, hat das wunderbar geklappt. Nicht ein einziges mal ist sie in eine Pfütze gefallen! Wir lebten unser normales Leben und hatten einfach ein gutes Auge auf unsere wilde kleine Hummel.

An Heiligabend wendete sich das Blatt. Ich habe die Feiertage und Ferien gehasst, weil unsere kompetenten Tierärzte nicht greifbar waren und die Assistenten, meinen dringenden Bitten zum Trotz, nicht begriffen, dass etwas Grundsätzliches mit Dorle nicht stimmte. Zwischen den Jahren erholte sie sich noch einmal, kam auf alle Familienspaziergänge mit und liebte den Schnee.

Aber danach wurden alle meine Hunde von einem schlimmen Infekt heimgesucht, der Dorle am schwersten traf. Es kamen Komplikationen hinzu und, obwohl wir nun wieder umfassend und kompetent in der Klinik unseres Vertrauens betreut wurden, war sie wirklich schwer krank. Immer wieder hat sie sich aufgerappelt, uns gezeigt, dass sie leben möchte, aber diesmal konnten wir alle einfach kein Wunder mehr für sie erwirken.

Ich musste, verzweifelten Herzens, begreifen, dass ich Dorle in dieser Welt nicht mehr würde helfen können. Es galt nur noch, ihr den Weg in eine andere Welt, ohne Krankheit und Schmerz, zu erleichtern.

Es war schlimm für mich, Dorle auf diese Reise zu schicken. Ich dachte, es zerreißt mir mein Herz und musste doch tapfer sein, um ihr den großen Schritt leicht zu machen.

Und dann war es, wie immer mit Dorle, auch ganz anders: als der letzte Schmerz ausgehalten, der letzte Seufzer getan war, ging ein Strahlen von ihr aus, wie es mir in meinen vielen Jahrzehnten mit Hunden so nie begegnet ist.

Sie war so zart und wunderschön und ich behielt sie noch eine Nacht bei uns, damit wir alle Abschied nehmen konnten.

Dann brachte ich sie zum Tierfriedhof. Sie dort zu lassen war ein harter Schnitt, der mich viel Kraft kostete. Aber als ich im Dunklen auf die vielen tröstlichen Grablichter schaute, den Schnee in meinem Haar spürte, da begriff ich plötzlich, dass nun alles vorbei ist. Es tat entsetzlich weh und war gleichzeitig gut. Alle Verantwortung, alle Angst und Anstrengung fiel ab von mir. Ich konnte Dorle loslassen und spürte nur meine riesengroße Liebe für sie...

Ich bin so unendlich dankbar, Dorle kennengelernt zu haben. Ich liebe jede einzelne Minute der dreieinhalb Jahre, die sie bei mir war. Sie war wunderbar. Ja, genau: mein persönliches Wunder. Eine Gottesgabe.

Sie vereinte viele Gegensätze in sich: sie war zerbrechlich wie eine alte Porzellantasse und doch zäh wie Leder. Schutzbedürftig in ihrer Behinderung, aber mutig wie ein kleines Löwchen und mit anderen Hunden gar nicht zimperlich. Zierlich von Gestalt, aber mit einer Seele so gross, wie das Meer weit ist. Sie sah aus wie ein kleines Schmuckstück. Immer adrett, perfekt in Form, eine wirkliche Dame. Aber sie hat mehr katastrophalen Unsinn angestellt als alle meine Hunde vorher! Und Tierärzte das Fürchten gelehrt, weil sie zwar öfters ihrer Hilfe bedurfte, aber wild entschlossen war, sich gegen jegliche Einengung und Manipulation mit allen Kräften zu wehren, zu spucken, zu fauchen und in unseren Händen zum Teufelchen zu mutieren. Wirklich beeindruckend, welche Kraft sie da entwickeln konnte!

Mein Leben wäre ohne Dorle um so vieles ärmer gewesen. So, wie es jetzt, ohne sie, unfassbar traurig ist.

Was bleibt, sind meine Erinnerungen. In meiner Nase ist noch der unvergleichliche Duft ihrer feinen Pergamentöhrchen. Ich spüre ihr seidenweiches Fell, das sie immer sofort wieder zur Löwenmähne aufschüttelte, wenn ich es gebürstet hatte, ihren filigranen Körper, den wunderschönen. Ich erinnere mich, wie sie in meine Hände sprang, sobald ich unter ihren niedlichen, kugelrunden Bauch fasste. Vor meinen Augen sehe ich ihre Anmut, ihr unvergleichliches Flitzen, den Schalk in ihren Augen, wenn sie sich einmal wieder nicht einfangen lassen wollte, weil es noch so Wichtiges zu erschnuffeln gab, ihren Mutwillen, wenn sie die arme Soraya provozierte oder mir davonlief, weil sie keine Augentropfen wollte.

Niemals werde ich den Moment der ersten Begegnung vergessen, als sie sich, Hilfe suchend, an mich drängte und wegwollte von den Leuten, bei denen sie ungepflegt, vernachlässigt, medizinisch unterversorgt, auf dem blanken Küchenboden schlafen musste. Oder diesen heiligen Augenblick, als die Scheue, die nicht berührt, gestreichelt, festgehalten werden wollte, sich, erst nach vielen Wochen bei mir, ganz sacht und vorsichtig an meinen Fuss legte, einmal tief seufzte und dann entschieden den Kopf ablegte. Das war ein ungeheurer Akt des Vertrauens und ich bin stolz, dass sie mich dessen für würdig erachtete.

Die Zeit mit Dorle wird immer etwas vom Wertvollsten in meinem Leben sein. Was uns an gemeinsamer Zeit fehlte, haben wir an Intensität wett gemacht. Alles war besonders. Ich habe jeden einzelnen Tag mit Dorle geschätzt, die guten, wie die schlechten. In ihr hatte ich eine weise Lehrerin zur Seite, die mir beibrachte, wie man aus Krisen aufstehen, Krankheiten überwinden, oder sie austricksen kann. Sie kämpfte für jeden Tag den das Leben ihr schenkte und zeigte mir, dass es sich lohnt.

Getragen wurden wir dabei vom Omihunde-Netzwerk, ohne welches all dies nicht möglich gewesen wäre. Heike, Gitta, Elke, Gunna... Ich danke Euch! Jede hat auf ihre unvergleichliche Art geholfen und beigetragen, unserem kleinen, geliebten Schräubchen für dreieinhalb Jahre den Himmel auf die Erde zu holen.

Jetzt hat der Himmel sie nach Hause geholt...

Ich grüsse Euch alle ein letztes Mal, mit wehem und dankbarem Herz, als die Dauerliebhabestelle von Dorle vom Kirschbaum, genannt Dora Schraube, DIE Schreckschraube, schreckliches TierTier!, Schräubchen, Dora-Lee, Muckele, Mäusel, Öhrlein, Blindfisch, Fröschlein, Katastrophenmadame, Jahaaa Chef!, Wunderwesen, mein Seelchen.

Danke für Euer Interesse, Eure Aufmerksamkeit, Eure Anteilnahme.
Eure Susanne



















Ach Dorle, Du fehlst mir so sehr...
Sei frei, sei glücklich, sei stolz.
Flieg schnell, flieg weit.
Du bist jetzt so frei, wie Du es immer sein wolltest,
Du wilde kleine Hummel.
Geh mir voraus und vergiss mich nicht,
denn eines Tages komme auch ich dorthin, wo Du jetzt bist.
Allein die Hoffnung, wir könnten uns dann wiederfinden, lässt mich weitermachen.
In meinem Herzen ist ein riesiger Platz, der nur Dir gehört.
Danke für Dein Vertrauen, für Deine scheue Liebe, für das Beispiel an würdevollem Altern, das Du mir geschenkt hast, für eine wunderbare Zeit, die ich nie vergessen werde.
Ich liebe Dich für immer und immer.

Deine Néné









Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

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