Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

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Das Schräubchen mutiert zum Terrorkrümel

Beitrag  Susanne J. am Sa Mai 26, 2012 2:07 pm

Schon wieder eine Stunde lang scharrt Dorle an der Futtertonne... Ich finde ja, mit circa 3,5 Kilo ist sie, trotz der rasanten Gewichtsabnahme unlängst, eher gut beieinander. Aber das ist ihr sowas von tooootaaaaal eeeeegaaaal! Sie würde am liebsten den ganzen Tag futtern, knabbern, Leckerlis suchen. Und jetzt meckert sie, deutlich hörbar, vor sich hin. Ich übersetze mal: " Sch...laden hier! Immer muss man hungern. Und warum ist überhaupt diese blöde Futtertonne so gross?! Die muss man doch irgendwie umgeworfen kriegen. Wenn nur dieser doofe Pudel mal helfen würde. Aber die ist ja immer so brav, tut nix Verbotenes. Wie langweilig! Oh maaaaaaan, ich haaaab Huuuuuunger! Eklatanter Fall von Vernachlässigung hier. Kann bitte jemand den Tierschutzverein vorbeischicken? Ich haaaab Huuuuunger!"

Ich würde mal sagen: Garfield hat yorkische Konkurrenz bekommen.

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Gunna H. am Sa Mai 26, 2012 4:32 pm

pirat süßes Schräubchen I love you
Susanne hat mir gerade ein Foto vom Dorle geschickt. Sie sonnt sich und lässt es sich gut gehen Very Happy
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Ein Anruf der mein Leben verändern sollte

Beitrag  Susanne J. am Do Jun 07, 2012 8:11 am


Vor einem Jahr bekam ich einen Anruf von einer gewissen Heike Thiel vom Omihunde-Netzwerk, ob ich für den Verein eine kleine, alte Yorkshire-Terrier-Hündin abholen und vorübergehend bei mir aufnehmen könne. Sie werde dort, wo sie momentan lebe, von den viel grösseren Hunden gebissen. Ich bekam ein Fax mit den Kontaktdaten, rief bei den Leuten an und vereinbarte für den nächsten Tag die Abholung. Danach hatte ich Bauchschmerzen vor Aufregung.

Noch einmal schlafen und mein Leben würde sich ziemlich umkrempeln. Aber das wusste ich damals noch nicht...

Ich wollte, kurz nach dem Tod meines über alles geliebten Mudi-Rüden Jakob, als Pflegestelle bedürftigen Hunden aus dem Tierschutz Hilfestellung geben und hatte vorübergehend auch bereits einige Hunde "auf Durchreise" beherbergt. Aber meine zwei Pudeligen und ich, wir waren noch unter Schock und in Trauer nach dem Verlust von unserem alten Leitbären. Sein Platz war nicht frei und deshalb zogen die Pflegehunde weiter, sobald sich ein guter Platz fand.

Jetzt also das Warten auf ein altes Yorkimädel, das mir am Telefon als etwas seltsam geschildert wurde. Ich richtete ein Körbchen her, holte meine Katzentransportbox vom Schrank und plante den nächsten Tag um.

Warten auf Dorle, Warten auf eine grosse Liebe. Aber all das schwante mir damals nicht im Geringsten. Ich war eher belustigt, dass schon wieder sowas Klitzekleines bei mir einziehen würde. "Fusshupe" dachte ich. Und das mir, wo ich doch immer Grosse hatte. Naja, mal sehen, was morgen so ist...

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am Fr Jun 08, 2012 4:20 pm

Es ist ja dann alles ganz anders gekommen, als ich dachte und das kann man weiter vorne nachlesen: Dorle kam, sah und siegte. Hat sich in mein Leben und mein Herz geschummelt und ist nicht mehr wegzudenken...


Dorle, geliebtes Schreckschräubchen, wir haben's geschafft: ein Jahr bist Du bei uns! Ich hab, nach der erschreckenden Diagnose im Oktober, nicht daran geglaubt, dass wir das hinkriegen, aber Du mit Deinem Lebenswillen, Deiner Kraft, Deiner Freude an den netten Dingen des Lebens, hast Dir Tag für Tag dieses Jahres erobert. Und uns allen damit ein Geschenk gemacht. Ich danke Dir dafür und dem Omihunde-Netzwerk für die Unterstützung.

Für mich ist immer noch ein kleines Wunder, wie sich aus dem verstörten, kranken, klitzekleinen Hundchen das vor einem Jahr bei mir einzog, eine freche, selbstbewußte, manchmal recht tyrannische Persönlichkeit entwickelt hat, die mit Leib und Seele entschlossen ist, aus jedem Moment das Beste herauszuholen. Ich staune und freu mich...

Und jetzt gibt es eine extragrosse Futterportion zur Feier des Tages.



Susanne J.

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Spendenboxen für Dorle

Beitrag  Susanne J. am Di Jun 19, 2012 8:20 am

Da sowohl die permanente Behandlung der Augen, als auch die Schmerztherapie von Dorle, ganz schon viel Geld verschlingen, haben wir zwei Spendenboxen aufgestellt:

Eine in der Tierklinik von Potsdam, in der schon über 40 Euro zusammengekommen sind sunny

Und die zweite seit letzter Woche im Zooladen "Doolittle's" in der Breisgauer Strasse in Berlin-Schlachtensee.

Vielen Dank, dass wir die Boxen aufstellen dürfen und natürlich auch liebsten Dank an die Spender! I love you

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Heike.T am Do Aug 09, 2012 12:54 pm

Schräubchen genießt den Sommer, oder zumindest das, was sich so nennt:




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LG Heike
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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am Do Aug 09, 2012 10:52 pm


Die obigen Fotos sind am kleinen Wannsee entstanden. Dort ist Dorles Lieblingsspaziergang. Sie liebt es, im Sand zu buddeln, ihn zu fressen und genießt die Ferienatmosphäre. Ein Nachmittag dort ist wie Urlaub für uns alle. An einem der richtig heissen Tage ging sogar sie zur Abkühlung ins flache Wasser. Allerdings nur, weil ich, mit essbarer Bestechung ausgestattet, vor ihr drin war. Ist es nicht toll, welche Lebensfreude diese kleine Schraube ausstrahlt?


Susanne J.

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Dorle hatte aufregenden Besuch

Beitrag  Susanne J. am Fr Sep 28, 2012 3:23 am

Hinter uns liegt ein aufregender Tag.

Es war lange schon mein Plan, noch ein kleines, sehr altes Muckelchen zu Dorle dazu zu nehmen. Da das Omihunde-Netzwerk einen Hilferuf, verbunden mit einem großzügigen Patenschaftsangebot, für eine noch ältere Yorkidame als Dorle hatte, machten wir uns bereit und bekamen heute Besuch von der Kleinen Maus. Das war so aufregend, dass wir leider vergessen hatten, Bilder zu machen.

Dorles Reaktion auf das wirklich kesse und neugierige kleine Mädel war mehr als witzig: Schreckschräublein war fassungslos, dass es tatsächlich jemanden gibt, die noch frecher ist, als sie selber. Kaum beugte ich mich zum Boden, waren da zwei spitze kleine Yorkischnäuzels, die schnuppern kamen, sich in meine Leckerlitasche bohrten und vier klitzekleine Vorderpfoten, die ständig an mir hochkrabbelten, acht Tippelbeinchen,'die aufdringlich und möglichst raumgreifend in der Küche herumstanden. An Verfressenheit und Hoffnung auf steten Leckerlifluss schenkten die beiden sich nichts. Meine beiden Pudeligen zogen sich angewidert und ganz prinzessinnenhaft aus derlei Trubel zurück...

Es war eine schöne Erfahrung, gleich zwei von diesen sehr besonderen uralten, jedoch junggebliebenen Yorkidickschädelchen um mich zu haben. Leider bekamen die Besitzerinnen derart das heulende Elend beim Gedanken, ihre Kleine abzugeben, dass sie sie erst mal wieder mit nach Hause nahmen, obwohl die Entscheidung zur Abgabe aus Zeitmangel schon längst gefallen war.

Dorle fand irgendwie fade, als plötzlich wieder Ruhe einkehrte, zog sich dann aber erschöpft auf ihr Lieblingskissen zurück. Der geregelte Schönheitsschlaf ist in ihrem Alter schon wirklich wichtig.

Mal schauen, ob wir doch noch jemanden finden. Jetzt ist erstmal Erholung angesagt und: Alles Gute kleine Samy ...

Susanne J.

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Haltet den Dieb!

Beitrag  Susanne J. am Sa Sep 29, 2012 9:28 am

Hallo, wir schon wieder. Ich muss mal schimpfen!

Wir kamen gestern Abend später nach Hause als sonst. Ich stellte die Einkaufstaschen schnell im Flur ab, eilte mit dem draußen gesammelten Futter zu den heftig quietschenden Meerschweinderl, machte in der Küche das Hundefutter fertig und wunderte mich plötzlich, dass Dorle fehlt. Sie bewacht ja sonst, leise vor sich hinwimmernd, die Futterzubereitung...

Ich fand das Teufelchen IN DER EINKAUFTASCHE (so eine grosse blaue von Ikea). Hühnchenfleisch verspeisend.  Sie hatte nicht mal ein schlechtes Gewissen!!! Lief fröhlich in die Küche vor und bellte erwartungsvoll das Futter an. Bis dahin war ich gestresst und in Eile. Danach wieder sehr fröhlich.

Ist das nicht eine niedliche Schreckschraube?

PS: ich musste dreimal aufstehen in der Nacht, weil die Dame, nach dem Diebstahl, offenbar dringende Bedürfnisse hatte. Oh, mein Schräubchen!!!

Susanne J.

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Wer hat da wen angestiftet???

Beitrag  Susanne J. am Do Okt 04, 2012 12:51 pm

Der Herbst ist da und es ist kühl, wenn Hund morgens zum Pipimachen in den Garten gezwungen wird. Hund bekommt feuchte Pfoten davon. Igitt!!! Da gibt es nur ein Gegenmittel: schnell zurück in die Wohnung flitzen und heimlich ins Bett verkrümeln. Heute lagen Dorle und ihre Freundin, Pudelchen Leni, ganz einträchtig zusammengeschnuckelt auf meinem Kopfkissen. Leider hatte ich keine Chance auf ein Foto. Die Zwei hatten ein schlechtes Gewissen und sind, unter Hinterlassung schwarz krümeliger Beweisspuren, sofort abgezwitschert. Dorle hat zur Verfolgungsjagd aufgefordert und mal wieder jeglichen Ernst der Situation ad absurdum geführt.

Anschließend, als ich sie eingefangen hatte, war der allmorgendliche Nahkampf angesagt: Augenpflege und Zähneputzen. Mein rechter Daumen ist permanent gelocht... Mal wieder soviel zum Thema:"Yorkshire Terrier sind einfache, kuschlige, zarte Sofahundchen"... Wohl eher freche und zähe kleine Ungeheuer...

Susanne J.

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Dorle ist krank

Beitrag  Susanne J. am So Okt 14, 2012 9:03 pm


Das Schräubchen hat Durchfall und ein bisserl gespuckt. Aber dank Hüttenkäse, Quark und Apfel ist sie (toitoitoi!) schon wieder stabiler.

Momentan hat sie auch in der Wohnung immer einen Pullover an, weil sie gezittert hat.

Ein hungriges Dorle ist übrigens kein netter Mitbewohner, das sei nur mal so am Rande erwähnt. Auch mehrere Miniportionen täuschen sie nicht darüber hinweg, dass sie zu wenig bekommt und sie sagt ziemlich deutlich, was sie davon hält: gaaaaar nix!!! Wir könnten ein paar Daumendrücker gebrauchen, damit sie bald wieder die Alte ist und die gewohnten Portionen mümmeln darf. Sie liebt gutes Essen einfach sooo sehr.

Susanne J.

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Tapferes Schräubchen!

Beitrag  Susanne J. am Do Okt 25, 2012 5:58 pm

Heute war ich mit Dorle bei der Augenärztin. Ein klitzekleiner Tumor über dem linken Auge begann sie zu stören. Sie rutschte immer wieder damit auf dem Teppich.

Die Augenärzte sind ja die von der schnellen Truppe: innerhalb von ein paar Minuten war der kleine Störenfried entfernt und Dorle, gänzlich unbeeindruckt, wieder in meinen Armen. Eine klitzekleine Wunde, aus der es minimal blutet... Ich hab vorsichtshalber noch Schmerzmittel geholt...

Ansonsten war die Augenärztin zufrieden mit dem, durch Medikamente in Gang gebrachten, Tränenfluss.

Die Verschlechterung der Augen schreitet allerdings voran und im rechten Auge ist eine kleine Zyste, die man beobachten muss, weil sie platzen könnte. Im Ganzen gesehen war die Ärztin zufrieden mit dem Zustand der Augen.

Vor uns kam Freund Willi, ein Jack-Russel, der in unserer Strasse gewohnt hat, aus dem Behandlungszimmer. Ihm wird morgen ein Auge entfernt. Alles Gute für ihn. Ich bin froh, dass Dorles Tumor so problemlos zu entfernen war.


Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am Mo Nov 05, 2012 12:13 am


Dorle geht es nicht gut. Auf der Homepage war es nachzulesen. Sie ist öfter umgekippt. Sie wirkt angestrengt, trinkt viel. Blutbild nicht ok. Hinzu kam jetzt noch ein Darminfekt, den alle Hunde hier hatten. Dank Hüttenkäse, Quark und Apfelmus ist das wenigstens wieder in Ordnung.

Am Mittwoch ist ein grosser Untersuchungstermin in der Tierklinik Potsdam. Dorle muss nüchtern sein dafür. Das kann heiter werden...

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am Do Nov 08, 2012 10:23 pm

Dorle braucht Daumendrücker...

Der Termin in der Klinik gestern war bitter-sweet: der drastische T4-Wert ist runter, das Blutbild normalisiert. Aber die Gebärmutter war mit Flüssigkeit gefüllt und ein Eierstock vergrössert. Wir wurden heimgeschickt mit dem Auftrag, gut auf die Kleine zu achten.

Heute Morgen die Katastrophe: zum ersten Mal wollte mein verfressenes Tierchen keinen Bissen haben. Und plötzlich Blut..., viel Blut... Wieder in die Klinik gerast...

Dann auch noch wieder schlimmer Durchfall... Bei allen drei Mädels. Der Pudel erbricht sich sogar. Ich hoffe, das bleibt Dorle erspart.

Die Gebärmutter ist im Ultraschall wieder kleiner. Nach einer kleinen Infusion geht es Dorle jetzt etwas besser. Sie möchte futtern. Aber jetzt müssen wir von vorne anfangen... Drei hungrige Hunde sind kein Spass. Ich hoffe, wir kriegen diesen Infekt endlich weg. Die Gebärmutter bleibt ein Pulverfass...

Viele Grüsse aus der Krankenstation.

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am Fr Nov 09, 2012 1:54 pm


Die Nacht war sehr unruhig. Dorle ist ständig herumgetigert. Wollte raus. Gras fressen. Der Bauch hat gegurgel und sie konnte nicht schlafen. Wir anderen dann auch eher weniger und so sehen wir heute aus : pale

Eine nette Geschichte habe ich zu berichten, bei allem Schrecklichen: gestern hatte ich Dorle in der Klinik in einer ausgepolsterten Ikea-Tasche liegen. Sie war matt und deprimiert. Und dann kamen zwei Yorkie-Buben ins Wartezimmer! Was macht das Schräubchen? So krank wie sie ist, hat sie sich aus der Tasche gewurschtelt und gekämpft, um die beiden Jungs zu begrüssen. Mit aufgerichteten Ohren und Wackelschwänzlein. Das war gestern so ziemlich das einzige Mal, dass man sie fröhlich zu sehen bekam. Sie hat mir jetzt ins Ohr geflüstert, dass sie sich zu Weihnachten so einen hübschen, kleinen Yorkiebub wünschen täte...

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am So Nov 11, 2012 2:06 pm


Dem Schräubchen ist es richtig schlecht gegangen: gestern hat sie nichts im Magen behalten können und, ich glaube, jeden Teppich und fast jedes Hundebettchen beglückt... Sie hatte zwei Tage jegliches Fressen verweigert und sich in die hinterste und dunkelste Ecke versteckt. Ich hab mir grosse Sorgen gemacht, weil ich ja immer nicht weiss, welche ihrer vielen " Baustellen" dafür verantwortlich ist. Ich war in einer Notfallpraxis, bei einer Tierärztin, die sich glücklicherweise gut mit alten Hunden auskannte. Manchmal hat man da nicht so viel Glück. Unerfahrene Tierärzte schätzen sehr alte Hunde oftmals falsch ein... Nun, gestern bekamen wir kompetente Hilfe und noch einige Fütterungstipps mit auf den Weg. Die Tierärztin war sich ziemlich sicher, dass wir es " nur" mit einem weiteren Durchgang des Infektes zu tun haben.

Mitten in der Nacht, gegen halb drei Uhr, beschloss Dorle, wieder fressen zu wollen. Und siehe da: das pürierte Hühnchenfleisch blieb tatsächlich drinnen. Wir fassen Mut...

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am Mi Nov 14, 2012 1:58 pm

Das erste feste Knöddelchen seit fast einer Woche, zitternd wegen der Morgenkälte, aber von Hund und Mensch erleichtert zur Kenntnis genommen.

Gestern beim Ultraschall zeigte sich leider, dass die Gebärmutter keine Ruhe gibt.

Aber wir haben wenigstens unser freches Schräubchen zurück. Sie hat uns grad schon lautstark darauf hingewiesen, dass Futter rüberzuwachsen hat und zwar zackig!

Geschenkte Zeit. Nochmal... Ich bin so dankbar.

Gestern habe ich durch Frau Jungnickel von "Das Tierhotel", unserem wunderbaren Fleischlieferanten, eine umfangreiche Beratung zur Fütterung von alten Hunden bekommen und wieder viel dazugelernt. Vielen Dank! Mal schauen, ob wir dadurch den Magen-Darm-Trakt nochmal gut stabilisieren können.

Viele erleichterte Grüsse aus dem Sekretariat von Dora Schreckschraube

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am So Nov 25, 2012 6:46 pm


Mal ein kurzer Zwischenbericht:

Dorle geht es besser, aber sie trinkt auffallend viel. Und nimmt sichtbar ab. Sie schläft viel. Draussen ist sie manchmal total durch den Wind, ein anderes Mal frech und fröhlich. Das war allerdings im vergangenen Herbst genauso. Ich glaube, sie hasst das schlechte Wetter und die Dunkelheit. Bei Sonne ist sie gleich ganz anders.

Für Futter verschenkt sie nach wie vor ihre Seele. Sie hat so viel Spass an gutem Essen, dass es eine Freunde ist.

Am Dienstag haben wir einen Termin in der Tierklinik. Dorle muss nüchtern sein. Das wird wieder ein Vergnügen...

Susanne J.

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Haaaallooo! Wir sind noch da!

Beitrag  Susanne J. am So Dez 16, 2012 10:15 am

Liebe Dorle-Fans,

Wir vernachlässigen Euch schändlich. Das tut mir leid! Aber ich halte mich, was Dorle angeht, ganz vorsichtig und still, weil diese gefüllte Gebärmutter wie eine Zeitbombe hinter mir hertickt...

Eine Operation ist, auf Grund des verlangsamten Herzschlages von Dorle, ein hohes Risiko, das wir erst im Moment der grössten Not noch riskieren werden.

Denn, und das schreibe ich seeeehr vorsichtig: es geht ihr ja momentan ganz gut. Das möchten weder der Tierarzt noch ich aufs Spiel setzen...

Der schwere Infekt des Magen-Darm-Traktes, mit einem hohen Gewichtsverlust, ist ja erst seit kurzem ausgestanden und wir sind, nach vielen Rückschlägen, endlich wieder bei dem gewohnten und geliebten Futter angekommen. Am liebsten bitte Wildfleisch, davon viiiiel und bitte zackig! Es war so ein weiter Weg hierhin. Immer wieder mussten wir zur Schonkost zurück, weil es nicht anders ging. Und dann dieses grauenvolle Wochenende, als meine Schreckschraube keine Schreckschraube mehr war und nichts, aber auch gar nichts mehr vom Leben wissen wollte...

Das sitzt uns in den Knochen und die Kälte ist auch nicht ganz ohne. Dorle muss sich erholen. Und dann sehen wir weiter.

Einstweilen übt das Schräubchen sich im nach Hause Düsen bei Unmut über das Wetter oder den Nachbarhund, Flitzanfällen in Pulverschnee (ähm, da war doch grad noch ein Hundchen? Wo müssen wir den jetzt ausgraben gehen???), Ärgern von den Pudeligen und Becircen von hübschen kleinen Jungs. Im Wartezimmer der Tierklinik wusste sie gar nicht, ob sie sich für den Yorkibub oder einen bezaubernden Zwergpinscher entscheiden sollte. Das Schwänzlein fiel fast ab, war im Propellermodus, die Öhrlein gross wie Papiertüten, der Gang auf Zehenspitzen und das Popogewackel machten richtig was her! Heidi Klum muss sich warm anziehen!!! Die Traumfigur hat es ja jetzt, das weltbeste kleine freche Dorle!

Wir wünschen Euch eine gute Adventszeit und geben uns Mühe, mit neuen Hiobsbotschaften lange zu warten. Einstweilen geniessen wir jeden Moment gemeinsam.

Liebe Grüsse vom Zickengeschwader aus Berlin



Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Nina K. am So Dez 16, 2012 1:40 pm

Ein ganz toller Bericht! Und und ich erkenne so viele Seiten der hier momentan wohnenden Yokiedame wieder. Sie ist auch so ein Fresssack :-)
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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am Di Dez 18, 2012 5:12 pm


Heute war wieder eine Ultraschallkontrolle und es gibt gute Nachrichten: die Gebärmutter war unauffällig. Ich freue mich vorsichtig und klopfe auf Holz...

Und jetzt muss ich schnell wieder das Schräubchen füttern. Sie kam gerade Bescheid sagen, dass der futterlose Vormittag (wegen der Untersuchung, damit der Bauchraum nicht durch Darminhalt verschattet ist) schweren Schaden an ihrem zarten Gemüt angerichtet hat. Na, dann werd ich mal Gemüse pürieren und Fleisch schnippeln gehen, sonst gibt es keine Ruhe.

Ähm, wer hier das Sagen hat, ist schon klar... Wenn mir das mal jemand vorhergesagt hätte... Schwierigste Hunde erzogen, Beisser resozialisiert, ein Rudel mit wilden spanischen Flitzpiepen geführt und dann lässt man sich von dreieinhalb Kilo Lebendgewicht terrorisieren... Peinlich, peinlich... jocolor

Liebe und vorübergehend erleichterte Grüsse!

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am Fr Dez 21, 2012 4:36 am


Bei Dorle hat es gestern morgen ganz scheusslich im Rücken gekracht. Gott sei Dank hatte unsere Tierärztin Zeit für uns. Dorle hat gut mitgearbeitet dieses Mal. Manchmal schreckschraubt sie ja ziemlich und mag nicht angefasst werden. Ein Trick: zuerst ihre Intimfeindin behandeln zu lassen. Dann will sie uuuuunbedingt auch auf den Tisch und Aufmerksamkeit kriegen. Man muss schon erfinderisch sein, mit solch einem bedürftigen Hundchen, das eine grosse Individualdistanz braucht...

Der Rücken ist jetzt wieder etwas besser, aber Dorle läuft hinten seltsam. Durch die Ferien wird die Behandlung leider erst im Januar weitergehen.

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Gunna H. am Mi Jan 23, 2013 7:22 pm

Hier mit Verzögerung, für die ich um Entschuldigung bitte Embarassed , das schöne Foto von Dorle. Offensichtlich genießt sie ihre Behandlung Very Happy
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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Elke am Di Feb 05, 2013 11:27 pm



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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

Beitrag  Susanne J. am Fr Feb 08, 2013 8:51 am




Dorle wurden letzten Dienstag acht Tumore entfernt. Da diese sie stark behinderten und auch zu bluten begannen, gab es keine Alternative zur OP.

Die beiden Fotos oben zeigen Dorle vor der OP: das erste hungrig und schlecht gelaunt den Durchgang zur Küche besetzend, falls ich sie doch vielleicht einfach nur vergessen hätte bei der Essensausgabe. Aber tatsächlich gab es nur etwas Hühnerbrühe, wegen der anstehenden Narkose. Da die OP erst am Nachmittag stattfinden konnte, hatte ich große Mühe, es mir nicht mit einem äußerst genervten Dorle zu verscherzen.

Das zweite, leider schlechte Bild, zeigt etwas Außergewöhnliches: Dorle hat die Nacht vor der Operation an mich gekuschelt verbracht. Das war ihr Wunsch und wirklich ganz besonders. Sie liebt ja sonst Berührung nicht... Ich habe mich kaum gerührt, so gerührt war ich I love you

Dorle hat Operation und Narkose sehr gut verkraftet, morgens um fünf schon wieder püriertes Huhn gegessen und ist auf dem Weg der Genesung.

Momentan wird sie gut in Babybodies eingepackt, damit sie nicht an die Dammnaht kommt. Die Bodies von DM in sind hervorragend: ich muss nicht mal ein Loch für das Stummelschwänzlein schneiden, weil es genau durch die Öffnung eines nicht geschlossenen Druckknopfes passt. Draußen packe ich die kleine Maus zusätzlich in einen Strampelsack.

Vielen Dank an Dorles liebe Patin, die sich bereiterklärt hat, die Bodies und Strampelsäckchen zu sponsern.

Solch eine tapfere kleine Maus!!! Kein Vergleich zu der Zeit nach ihrer schweren OP 2011!!! Ich konnte sogar darauf verzichten, ihr sehr starke Schmerzmittel zu geben. Sie bekam anderthalb Tage Novalgin und scheint es seit gestern gar nicht mehr zu brauchen.

Auf dem Spaziergang gestern tapperte sie schon wieder einem kleinen Jack-Russel-Jungen hinterher und hat den grossen Herdenschutzhunden aus der Strasse mal kurz die Welt erklärt. Heute schneit es. Da werde ich sie wohl, gut eingepackt, tragen müssen, oder endlich mal den gespendeten Buggy in Betrieb nehmen.

Jetzt ist Dorle also auf dem Weg der Besserung und lebt (hoffentlich!!!) straff auf ihren fünfzehnten Geburtstag zu. Jaja, liebe Dorle-Fans: das wird ein Tag zum Anstreichen im Kalender bitteschön. Am 7. März 1998 hat diese wunderbare kleine Schreckschraube das Licht der Welt erblickt. Nicht mal ein Monat mehr... Das schaffen wir doch... *auf Holz klopf*

Viele Grüsse aus der Genesungsstation. Fotos mit Body folgen.

Susanne J.

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Re: Dorle - Yorkie in Berlin - geb. 7.3.1998

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